Energetische Anforderungen im Rahmen von Vergabeverfahren


 
Nicht erst seit Fukushima wird
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bei der Konzeptionierung von Vergabeverfahren mit der Forderung nach einer zukunftsweisenden Energietechnik konfrontiert. Die öffentlichen Auftraggeber begreifen zunehmend ihre Vorbildfunktion und fassen in den Gremien den Beschluss, die Ausschreibungen auf der Basis von z.B. der EnEV 2009 „oder mehr“ zu konzipieren. Damit ist dann auch das sog. Nutzerbedarfsprogramm und folgerichtig der Kostenrahmen angesprochen. Denn die energetisch zukunftsweisende Planung und Ausführung von Gebäuden ist aufwändiger als die Bauweise der vergangenen Jahrzehnte. Die Mehrkosten liegen jedoch bei Neubauten in einem vertretbaren Rahmen. Bezogen auf die späteren Nutzungskosten der Immobilie ergeben sich langfristig sogar finanzielle Vorteile.
 
Welche Konsequenzen entstehen für Vergabeverfahren aus der energetischen Neuorientierung? Vor allem die Be- und Entlüftung der Räume mit einer hochwertigen Wärmerückgewinnung sowie die Verwendung erneuerbarer Energien für die Heizung erzeugen einen komplexen Planungs- und Bauaufwand. Dieser Tatsache im Ausschreibungsverfahren nach VOF professionell und verfahrenssicher Rechnung zu tragen ist Sache für Vergabeexperten. So kann z.B. die Ausschreibung einer Generalplanungsleistung für Architekten zusammen mit TGA - Ingenieuren der notwendig richtige Weg sein, um eine interdisziplinäre Planungsleistung „aus einem Guss“ zu erhalten. Mehr noch: Auch die Statik spielt bei der komplexen Gebäudekonzeption eines energetisch hochwertigen Gebäudes eine dominante Rolle. D.h., es ist sinnvoll, Architekten- und Ingenieurleistungen bereits in der EU-Bekanntmachung, im VOF-Verfahren und auch ggf. im Planungswettbewerb miteinander zu verschmelzen. Generalplaner sind meist hierfür bereits ausreichend aufgestellt. Alle anderen bisher „in einer Fachdisziplin“ agierenden Büros sollten sich in fachübergreifenden Netzwerken und besser noch belastbaren und  erprobten Kooperationen mit anderen etablieren.
 
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führt z.Zt. mehrere technische Vergabemanagements durch, bei denen eine energetisch zukunftsweisende Technik verschiedene Fachdisziplinen bereits im Vorplanungsstadium zusammenführt. Fragen Sie uns und Sie können von unseren Erfahrungen profitieren.
12. Mai 2011

Die sog. „Phase 0“ im Vergabeverfahren


 
Wenn es sich um größere Bauvorhaben handelt, muss der öffentliche Auftraggeber sorgfältig prüfen, ob die Beauftragung der Architekten und Ingenieure unter die Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) fällt. Ferner ist in der Projektvorbereitungsphase grundsätzlich eine Prognose der geschätzten Gesamtvergütung der zu beauftragenden Architekten und Ingenieure vorzunehmen. Auch ist zu klären, welche Form der Organisation für die Planung gewählt werden soll: Die Vergabe an einen Architekten und an einzelne Fachplaner oder insgesamt an einen Generalplaner – sofern technische und wirtschaftliche Gründe dafür vorliegen. Für die Schätzung von Honoraren sind die Ermittlung von anrechenbaren Kosten sowie die Zuordnung der Honorarzone erforderlich. Diese können im Grunde genommen nur auf der Grundlage einer Bedarfsplanung und einer ersten Kostenermittlung erfolgen.
 
In der DIN 276 Fassung 11/2006 wurde der Begriff „Kostenrahmen“ neu eingeführt. Diese erste Stufe der Kostenermittlung nimmt Bezug zur Bedarfsplanung. In der DIN 276 heißt es: „Der Kostenrahmen dient als eine Grundlage für die Entscheidung über die Bedarfsplanung (…) und zur Festlegung der Kostenvorgabe. Bei dem Kostenrahmen werden insbesondere folgende Informationen zu Grunde gelegt: Quantitative Bedarfsangaben, zum Beispiel Raumprogramm mit Nutzungseinheiten, Funktionselemente und deren Flächen; qualitative Bedarfsangaben, zum Beispiel bautechnische Anforderungen, Funktionsanforderungen, Ausstattungsstandards; (…)“.
       
Im Nutzerbedarfsprogramm (NBP) wird der „(voraussichtliche) Nutzerwillen in eindeutiger und erschöpfender Weise“ definiert und beschrieben. „Mit dem NBP wird die ‚Messlatte der Projektziele’ geschaffen“. Das Nutzerbedarfsprogramm gewährleistet somit den reibungslosen Übergang von der Projektentwicklung zum Projektmanagement der Planung und Ausführung (vgl. Diederichs). Die sog. „Phase 0“ ist also die verlässliche Basis eines jeden Vergabeverfahrens. Fragen Sie
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29. März 2011
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Crossover


 
Das technische Management von VOF- Vergabeverfahren hat sich bei
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deutlich auch auf (fast) alle Ingenieurleistungen erweitert. Bei den reinen Ingenieurdisziplinen sind dies z.B.:
 
Ingenieurbauwerke (Leistungsbild § 42 HOAI),
Verkehrsanlagen (Leistungsbild § 46 HOAI),
Tragwerksplanung (Leistungsbild § 49 HOAI),
Technische Ausrüstung(Leistungsbild § 53 HOAI).
 
Ferner auch vom geregelten Preisrecht unabhängige Leistungen wie z.B.:  
 
Sanierungsbeauftragung im Sinne des §157 BauGB,
Lärmgutachten,
Vermessung,
usw.
 
Ebenfalls mit steigender Tendenz werden Architektenleistungen mit Ingenieurleistungen - z.B. auch als Generalplanungen (in begründeten Fällen) - miteinander verschmolzen. So werden im Rahmen von EU-weiten Veröffentlichungen für Generalplanungen Hochbau z.B. auch Planungsleistungen für
Tragkonstruktionen/Statik, Heizung/Lüftung/Sanitär, Elektro usw. ausgeschrieben.
 
Bei Verkehrsbauwerken ergeben sich interessante Verschmelzungen von Verkehrsplanung/Tragewerksplanung und Architektur, weil zunehmend die gestalterische Leistung von Architekten bei Straßen- und Brückenplanungen eingefordert werden.
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hat zu diesen „crossover- Leistungen“  neue Wege beschritten, z.B. bei einer Brückenplanung und einer Tunnelplanung im innerstädtischen Bereich. Wie das Beispiel der Nahebrücke in Bad Kreuznach zeigt, können im Rahmen der VOF-Verfahren auch sehr sinnvoll Planungswettbewerbe integriert werden, die gemeinschaftliche von Architekten und Ingenieuren bearbeitet werden. Das Ergebnis: Anspruchsvolle, funktionstüchtige und wirtschaftliche Verkehrsbauwerke, die bereits im Vorstadium interdisziplinär und detailliert geplant wurden.
19. Januar 2011

News - Archiv 2011

Moderation – frankundfeil glättet die Wogen vorher


 
Im Vorfeld zu EU-weit ausgeschriebenen Vergabeverfahren wird
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zunehmend mit Moderationstätigkeiten beauftragt. Mit dem Ziel, alle Entscheidungsgremien - und vor allem auch die Öffentlichkeit - mit den Planungsabsichten im Rahmen einer Projektentwicklung einvernehmlich vertraut zu machen. Dies kann auch im Kontext der Bearbeitung der sog. Phase „0“ erfolgen, einem Baustein der Projektvorbereitungsphase.
 
Bei städtebaulich, landschaftlich oder verkehrlich übergreifenden Projekten, bei denen außer den Trägern öffentlicher Belange (TÖBs) auch die Interessen von individuellen „Stakeholdern“ eingebunden sind, lohnt sich die Moderation als eine idealerweise konfliktfreie Form der Festlegung der Planungsgrundlagen und -absichten. Sog. „Foren“ bilden häufig eine zielführende Plattform, auf der z.B. in einzelnen Workshops die Problemfelder analysiert, diskutiert und einvernehmlich gelöst werden. Diese Veranstaltungen können neben den Beteiligten durchaus mit Experten besetzt sein, die eine quasi unabhängige externe Beratung gewährleisten um damit eine objektiv begründete Überzeugungskraft zu liefern.
 
Zur Zielverfolgung ist es Aufgabe der Moderation, die Informations- und Entscheidungsprozesse aller Beteiligten zu verbessern. Zu diesem Zweck organisiert die Moderation - bezogen auf die Einzelbausteine im Rahmen der Entwicklung eines Projektes - Sitzungen und Besprechungen. Die hierfür notwendigen Anforderungen der Projektmoderation sind z.B.:
 
Festlegung von Themen, Häufigkeit, Dauer und personeller Zusammensetzung für die Sitzungen
Definition der Kommunikationsstrukturen
Effiziente Gestaltung der Besprechungen durch eine qualifizierte Vorarbeit und Nachbearbeitung
Permanente und zeitnahe Präsentation von Arbeitsergebnissen und deren Dokumentation für den Auftraggeber und dem Gremium zur Qualitätssicherung
Abgestimmte und fundierte Vorbereitung für die Entscheidungen des Auftraggebers und des Gremiums.
Unterstützung bei Einrichtung und Moderation des zentralen Gremiums für die Qualitätssicherung zur Durchsetzung der planerischen Leitziele beim Auftraggeber
 
Neben der Qualitätssicherung architektonischer, städtebaulicher oder landschaftsplanerischer Zielsetzungen enthält die Moderation von
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bereits vorgezogene Elemente einer vergaberechtlichen Betreuung. Auch das ist unter „Wogen glätten“ zu verstehen. Wir erläutern Ihnen das gern persönlich.
28. Juni 2011
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