VOF-Vergabeverfahren für TGA-Planungsleistungen


 
Im Rahmen der von
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betreuten Vergabeverfahren nehmen außer den klassischen Ausschreibungen für Architekten-Planungsleistungen auch die
Ingenieur-Planungsleistungen
zu. In den letzten 3 Jahren haben wir folgende Disziplinen mehrfach EU-weit ausgeschrieben und vergeben lassen.
 
Tragkonstruktion/Statik  
Verkehrsplanung  
Tunnelbau  
Gewässerverrohrung  
HLS/ELT  
usw.
 
Sanierungsprojekte - vor allem auch für eine energetische Modernisierung - erreichen
bezüglich des Schwellenwertes für die TGA-Leistungen leicht die Schwelle von derzeit 200.000,00 €. Bei Neuplanungen mittelgroßer Projekte von 6- 8 Mio. € Gesamtkosten ist in den meisten Fällen diese Schwelle auch schon erreicht.
 
Von den Hochbauausschreibungen für Architektenleistungen unterscheiden sich die Leistungsbilder für die TGA-Vergaben in einigen wichtigen Aspekten. Dies hat seine Ursache darin, dass es seit Inkrafttreten der (neuen) HOAI 2009 einen erheblich größeren vertraglichen Regelungsbedarf gibt als zuvor. Es kann sich somit nicht mehr um einen „Vertrag aus der Schublade“ handeln, sondern um ein auftragsbezogen angepasstes Vertragswerk.
 
Zum Beispiel:
Fachplanung Technische Ausrüstung zum Neubau eines Studierendenwohnheims: Leistungen der technischen Ausrüstung gemäß Leistungsbild § 53 HOAI, Leistungsphase (LP) 1 bis 9 für die Anlagengruppen:
1. Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen,
2. Wärmeversorgungsanlagen,
3. Lufttechnische Anlagen,
4. Starkstromanlagen,
5. Fernmelde- und informationstechnische Anlagen.
 
Zum Beispiel:
Der Auftraggeber beabsichtigt die stufenweise Beauftragung der unter Abschnitt II.1.1) genannten Leistungen gemäß HOAI, wobei für die Beauftragung die folgenden Stufen gelten:
LP 1 Grundlagenermittlung und LP 2 Vorplanung,
LP 3 Entwurfsplanung,
LP 4 Genehmigungsplanung,
LP 5 Ausführungsplanung und LP 6 Vorbereitung der Vergabe und LP 7 Mitwirkung bei der Vergabe,
LP 8 Objektüberwachung-Bauüberwachung und LP 9 Objektbetreuung und Dokumentation.
 
Alles nicht so ganz einfach – vor allem der Umgang mit der HOAI 2009 –
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kann es.
17/11/2012

Das Einzelhandelszentrum


 
Bundesweit sind Einzelhandelszentren  - und vor allem solche im „zurück-in-die-Innenstadt“ – Trend.
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ist ein Projektsteuerungsbüro, das in der Startphase von Hochbau- und Infrastrukturprojekten dem Auftraggeber einen erfolgreichen Projektstart sicherstellt. Im speziellen Fall haben wir die architektonischen und städtebaulichen Einzelhandels-Konzepte von zwei renommierten Anbietern analysiert und dem Gründungs-Stakeholder zu einer professionellen Entscheidung verholfen.
 
Die beiden gut durchgearbeiteten Masterpläne wurden mit Hilfe des sog. Projektanalysekataloges (PAK) von
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geprüft und der weiteren Bearbeitung durch
den ausgewählten Investor zugrunde gelegt. Die Big-Points des PAK waren u.a.:
 
Baustein 1:  Quartier – Individualisieren und Vernetzen
Baustein 2:  Öffentlicher Raum – Formatieren und Gestalten
Baustein 3:  Baufelder – Gestalten und Festlegen
Baustein 4:  Nutzung – Durchmischen und Aktivieren
Baustein 5:  Bebauung – Ergänzen und Strukturieren
Baustein 6:  Verkehr – Konzentrieren und Steuern
 
Ein Projektmanagement muss bereits im Vorfeld eines Vorhabens wissen, welche Realisierungschancen wirtschaftlicher, rechtlicher und technischer Art objektiv da sind. Und zwar, bevor umfangreiche Planungskosten versenkt werden. Masterpläne besitzen also auch eine strategische Prognose- Funktion, die ein Gegensteuern oder gar eine Umkehr ermöglichen, bevor das Projekt eine falsche Richtung nimmt. Masterpläne sind deshalb intelligente und höchst wirtschaftliche Investitionen, weil sie mit klaren Projektentwicklungskriterien unterlegt sind und aus der Eindimensionalität eines „platten Planes“ herausführen.

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hat bereits diverse Masterpläne für unterschiedliche Projekte als Voraussetzung für eine koordinierte Bauleitplanung erstellt. Der Masterplan ist ein in allen Branchen – nicht nur im Rahmen von Bauprojekten – geläufiges Managementtool, das von uns perfekt beherrscht wird. Insofern sind wir auch sehr gut in der Lage, Masterpläne von Kollegen mit Hilfe des PAK zu lesen und zu bewerten.
 
Der Projektanalysekatalog (PAK) ist ein Identifikations-, Analyse- und Steuerungselement im Sinne einer Datenbank für die Qualitäts- und Quantitätskontrolle auch im Rahmen der Neuplanungen für die Einzelhandelsbebauung in Innenstädten. Er dient als Transportmittel im Sinne eines Ist-Soll-Abgleichs nutzer- und objektspezifischer Kennwerte und Anforderungen an die Masterplanung für ein geplantes Innenstadtzentrum und dient ferner als Dokumentation und Übersicht für alle beteiligten Akteure.
08/09/2012

Masterplan


 
Masterplan ist nicht nur eine deutsche Power-Metal-Band sondern auch ein Programm zur „Formung des Körpers“. Beides ist hier nicht gemeint. Für
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ist der Masterplan ein notwendiges Instrument zur Definition komplexer, städtebaulicher Zusammenhänge im Rahmen der sog. Phase „0“ eines Projektes. Dort geht der Masterplan als ein erster wesentlicher Schritt der informellen städtebaulichen Planung in die Roadmap eines Entwicklungsprozesses ein. Der Masterplan ist ausgezeichnet kommunizierbar und mit hoher integrierender Funktion für alle Projektbeteiligten. Mit ihm lässt sich im Vorfeld eine später aufgesetzte formelle Planung - z.B. der Bebauungsplan – „harmonisch“ einleiten und zugleich auch die sog. „öffentlich-rechtliche und gesellschaftliche Akzeptanz“ herstellen.

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legt dem Masterplan mit einem Projektdatenkatalog (PDK) einen klar definierten Textteil zugrunde, der eine zielgerichtete Bestandsanalyse des Standorts wiedergibt. Darauf baut der Masterplan auf – ein Planwerk also, das in seiner Aussagenschärfe als Grundlage für die Umsetzung der Planung in geltendes Baurecht dient.
 
Die Bausteine der Analyse und die inhaltlichen Aussagen des Masterplans bzw. der Themenpläne (Unterpläne) sind im Einzelnen:
 
Die Ermittlung der funktionalen Zusammenhänge eines Standorts selber und dessen Umfeld sowie die Generierung eines Funktionskonzeptes, welches die zukünftige Zonierung des Areals insbesondere hinsichtlich der spezifischen Anforderungen des Nutzungskonzeptes präzisiert.
 
Die Darstellung eines Freiflächenkonzeptes bei besonderer Berücksichtigung der klimatologischen Gegebenheiten eines Plangebiets unter Einbindung aller Fachämter und TÖB´s.
 
Die Ermittlung der Erfordernisse an den motorisierten Individualverkehr (MIV) und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie die Darstellung der Ergebnisse als Standort-Verkehrskonzept unter besonderer Berücksichtigung der im Umfeld geplanten Maßnahmen
des MIV und ÖPNV.
 
Die Ermittlung der Anforderungen an den nicht motorisierten Individualverkehr und dessen Verknüpfung mit bestehenden und geplanten Gebieten im unmittelbaren Standortumfeldes.
 
Die Generierung von städtebaulichen Leitlinien (Strukturkonzept) für zusätzliche  ergänzende Hochbaumaßnahmen (für Folgenutzungen bzw. ergänzende Nutzungen), auch unter Berücksichtigung zukünftiger Expansionsmöglichkeiten des Standortes (bauliches / räumliches Konzept).
23/04/2012
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News - Archiv 2012

Städtebauliche Leitziele


 
Die Durchführung von VOF-Vergabeverfahren mit integriertem Planungswettbewerb für städtebauliche und landschaftsplanerische Projekte erfordert eine gründliche Vorarbeit. Zu diesem Zeck werden Leitziele entwickelt, die sich aus der Bearbeitung von Rahmenplänen ableiten lassen. Rahmenpläne gehören zu der sog. „informellen städtebaulichen Planung“ im Gegensatz zu den formellen Vorgehensweise in der Bauleitplanung als dem wichtigsten Planungswerkzeug zur Lenkung und Ordnung der städtebaulichen Entwicklung.

 
Städtebauliche Leitziele werden von
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regelmäßig als Vorarbeit für das „Wording“ der Auslobung bei städtebaulichen und landschaftsplanerischen Vergabeverfahren präzisiert.
Im Kontext mit der Bearbeitung der Rahmenpläne werden notwendige städtebauliche Maßnahmen und Empfehlungen abgeleitet mit dem Ziel, den späteren Wettbewerbsteilnehmern eine optimale Unterlage zur Entwurfsbearbeitung zu liefern.
 
Um eine qualifizierte zukünftige städtebauliche Entwicklung – etwa für eine Stadtquartier oder einen Campus – anzustoßen, werden mit den Leitzielen konkrete Zielabsichten formuliert, die von allen Beteiligten gemeinsam mitgetragen werden. Es ist hierzu notwendig, alle Planungsbetroffenen und Entscheider frühzeitig in „das Boot zu holen“. Der fachliche Austausch und die Konsensbildung in Foren und Workshops sind hierzu die Grundlage.
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hat eine große Erfahrung in der Moderation dieser Gremien als einer ersten Stufe für die Erarbeitung eines qualifizierten Rahmenplanes. Dieser wiederum ist - in den Kontext der Aufgabenstellung integriert - die Basis für ein hervorragendes Wettbewerbsergebnis.
30/03/2012

10 Jahre frankundfeil


 
VOF- Verfahren mit und ohne integrierte Planungswettbewerbe für Architekten-, Stadtplaner- Landschaftsplaner und alle Ingenieurleistungen
Projektsteuerung, Qualitäten, Quantitäten, Kosten und Termine
Masterplanung, Machbarkeitsstudien
 
 
In den vergangenen 10 Jahren ist
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zu einem erfolgreichen Büro für die Startphase von allen Projekten aus dem Architektur- und Ingenieurbereich geworden. Unser Leistungsspektrum hat sich wegen der Notwendigkeit einer hohen Kompetenz im schmalen
Segment des Vergabewesens zunehmend auf die Bereiche „Projektsteuerung“ und „Vergabemanagement“ konzentriert.
 
Im Rahmen der von uns betreuten Vergabeverfahren passen wir unsere Dienstleistungen regelmäßig an die Fortschreibung der gesetzlichen Grundlagen an. Damit sind wir als Auftragnehmer immer aktuell und verfahrenssicher aufgestellt und bieten komplette Betreuungsleistungen an. Wir bearbeiten erfolgreich Ausschreibungen für alle Architekten- und alle Ingenieurleistungen nach den EU-Richtlinien und steuern Projekte jeder Größenordnung gemäß AHO – und dies vor allem auch erfolgreich in der Startphase „0“ und gerne, wenn es kompliziert ist.
 
Die Auftraggeber sind überwiegend öffentliche Institutionen in Rheinland-Pfalz und in den umliegenden Bundesländern. frankundfeil bearbeitet kleine und große Vergabeverfahren - persönlich und engagiert. Unsere Projekte der letzten Jahre zum Thema Verfahrensmanagement, Wettbewerbsverfahren und Projektsteuerung sind umfangreich. Fragen Sie uns ab, z.B. zu den folgenden Themen:

1.  Die Leistung von
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2.  Die Ressourcen von
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3.  Die Ziele von
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4.  Die Zielgruppe von
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5.  Die Marktpositionierung von
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6.  Die Soft Skills von
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7.  Das Preis-Leistungs-Verhältnis von
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10/03/2012
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Herstellen der öffentlich-rechtlichen und

gesellschaftlichen Akzeptanz


 
Diese Infobox ist ein wichtiger Meeting-Point auf dem Campus der Johannes-Gutenberg- Universität in Mainz. Hier werden regelmäßig wesentliche planerische Neuerungen architektonischer, städtebaulicher und landschaftsplanerischer Projekte den unterschiedlichen Interessens-gruppen – vor allem aber auch der universitären Öffentlichkeit - präsentiert. Die Aktivitäten zur „Herstellung der öffentlich- rechtlichen und gesellschaftlichen Relevanz“ gehörten schon lange vor Stuttgart 21 zum guten Umgang mit den späteren den Nutzern des Campus.
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hat diese Planungskultur im Lauf der Jahre fortentwickelt und zum festen Bestandteil vieler Projekt-entwicklungen in der Startphase gemacht.

Inzwischen ist es bundesweit angekommen: „Die frühe Akzeptanz eines Planungsvorhabens sichert die Durchführung und den nachhaltigen Erfolg eines Projektes (siehe auch: „An der Bürgerbeteiligung führt kein Weg vorbei“ / Immobilien-Zeitung 39/40 2011). Nach Stuttgart 21 schießen die Bürgerinitiativen quasi aus dem Boden – spätes Signal für viele Projektentwickler, die sich nicht rechtzeitig um die öffentliche Akzeptanz gekümmert haben.
 
Die Erfahrung hat gelehrt: Immer dann, wenn ein öffentlicher Auftraggeber bei einem größeren Bauprojekt die Wahrung der öffentlich-rechtlichen Interessen im Hinblick auf Stadtplanung und Baurecht vertritt, ist eine Einbindung aller Beteiligten angezeigt. Dies sind z.B. außer den Stakeholdern auch die „Träger öffentlicher Belange“ (TÖB´s) sowie die Bürger und Bürgerinnen der Kommune. Grob sind die drei nachfolgenden Bausteine zu nennen, die jeweils auf die Spezialitäten des Projektes abzustimmen sind z.B.:
 
Konfliktfeldanalyse
Entwicklung von Kommunikationsszenarien
Absicherung von Projektentwicklungsprozessen durch Kommunikation in der Öffentlichkeit
 
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kennt die geeigneten Instrumente und passt diese maßgeschneidert jeder medialen Aufgabenstellung an - fragen Sie uns.
25/04/2012

Für Bewerber in VOF-Vergabeverfahren


 
frankundfeil
studiert täglich die Bekanntmachungen für Architektur- und Ingenieurleistungen im Europäischen Amtsblatt. Wir erkennen in den Bekanntmachungen diverser Vergabestellen oder beauftragter Verfahrens-manager häufig Schwächen aber auch gravierende Mängel, die prinzipiell und erfolgreich gerügt werden könnten. Machen wir natürlich nicht, weil
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selber kein Bewerber ist. Allerdings lernen wir aus den Fehlern anderer immer wieder aktuell für unsere eigene Arbeit bei der Abfassung der EU-Bekanntmachungen.
 
frankundfeil
prüft ferner jedes Jahr eine große Anzahl Bewerbungen von Architekten und Ingenieuren für EU-weit ausgeschriebene VOF-Verfahren. Wir kennen daher die Stärken aber
auch die Schwächen kleiner wie großer Büros. Mit vielen Kollegen kommunizieren wir häufig zum Thema VOF-Verfahren – selbstverständlich außerhalb unserer eigenen Beauftragungen. Wir werden angesprochen oder angeschrieben, wir werden in Seminaren oder Symposien um unsere Meinung gefragt. Fazit: Viele Kollegenbüros sind unzufrieden mit den Verhältnissen des Vergabewesens in Deutschland. Der Unmut ist vielschichtig und wird z.T. auch institutionalisiert, wie z.B. unter
www.wettbewerbsinitiative.de
nachzulesen ist. Auch werden die Kammern bemüht, um hier Abhilfe zu schaffen und ggf. die VOF zu ändern – etwa dahin, dass auch junge Büros ohne große Projekterfahrung eine Chance zum Zuschlag erhalten. Dem halten die Bauverwaltungen z.T. entgegen, dass sie keine unerfahrenen Büros beauftragen möchten, da die eigenen personellen Kapazitäten nicht ausreichen, um eine professionelle Projektbetreuung zu gewährleisten.
 
Diese Diskussion kann endlos weitergeführt werden. Hilft nicht viel, denn die Gesetzes- und Regelwerke z.B. der VOF haben Gültigkeit und werden von den Vergaberechtlern als ein höchst geeignetes Instrument zur Verhinderung von Korruption geschätzt. Gelten doch mit der VOF das Transparenzgebot und das der Gleichbehandlung – dem ist prinzipiell nichts hinzuzufügen.
 
Allerdings ist das Vergabewesen für öffentliche Aufträge durchaus „unhandlich“. Wer aber Aufträge öffentlicher Vergabestellen akquirieren will, kommt an den VOF-Verfahren nicht vorbei.
frankundfeil
möchte auf diesem Weg alle potentiellen Bewerber ermutigen, sich dieser Herausforderung zu stellen und sich für die Teilnahme an Vergabeverfahren professionell und strategisch-intelligent aufzustellen. Der Erhalt des Status Quo mit den Merkmalen „Unwissenheit, Nachlässigkeit und Frustration“ hilft Ihnen nicht von der Stelle. Rufen Sie uns an, mailen Sie uns, wir können Ihnen vielleicht durch Anregungen auf einen erfolgreichen Weg helfen.
14/10/2012

Studierenden-Wohnanlagen und das studentische Leben


 
Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für ein Studium. Seit 2002 ist die Zahl der Studierenden in Deutschland von 1,9 Mio. auf fast 2,4 Mio. angestiegen. Aktuell sind 37% aller 19-24-jährigen an einer deutschen Hochschule eingeschrieben. Das durchschnittliche Einkommen eines Studenten beträgt 767 €, wobei ein Viertel der Studierenden mit, teilweise sehr viel, weniger als 600 € auskommen muss. Von diesem Einkommen wird der größte Teil für die Miete benötigt: etwa ein Drittel ihrer Geldmittel müssen Studenten in ihre Wohnung, bzw. WG-Zimmer investieren. Glück haben diejenigen, die einen Platz im Studenten- wohnheim ergattern konnten: hier gibt es bereits Plätze ab knapp unter 200 € - jedoch mit Tendenz nach oben. Der schiere Mangel an Wohnheimplätzen ist das Problem: Mit 15%
Studenten in Wohnheimen führt Stuttgart versorgungstechnisch die Spitze an, aber selbst Berlin und Hamburg stellen für gerade mal 6% der Studierenden Bettenplätze zur Verfügung, Frankfurt 7%.
 
In Rheinland-Pfalz ist der Nachholbedarf ebenfalls enorm – aber durchaus auch ein starker Sonderposten im Etat des Landes.
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ist schon seit Jahren immer wieder in die Bearbeitung von Stantortanalysen, Machbarkeitsstudien und Vergabeverfahren von Studierenden-Wohnanlagen eingebunden. Die besondere Aufgabenstellung lautet: Bezahlbarer Wohnraum, Campusnähe, angemessene Wohnraumqualität mit Dusche/WC und Kochgelegenheit, Gemeinschaftsräume und Wohnungen für Mutter-Kind sowie für Wohngemeinschaften.
 
Ein aktuelles Beispiel für die Schaffung von studentischem Wohnraum bietet die Universität Landau; in drei Wohnanlagen werden bislang nur 327 Bettenplätze angeboten. Aufgerechnet auf die ca. 6000 Studierenden in Landau sind somit gerade mal 5% der Eingeschriebenen mit günstigem Wohnraum versorgt. 2011 hat
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ein Wohnanlagen-Projekt für das Studierendenwerk Vorderpfalz AöR EU-weit ausgeschrieben – ein Darmstädter Architekturbüro hat den Auftrag erhalten. Der aktuelle Planungsstand des Büros sieht 147 Einzelapartments  (davon  2 Mutter-Kind- und 2 behindertengerechte Apartments – vor. Hinzu kommen 6 Vierer-Wohngemeinschaften sowie 95 PKW Stellplätze und 120 überdachte Fahrradstellplätze. Ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung für die Landauer Studierenden.
 
(Quellen: http://studieren.de/studenten-und-geld.0.html, http://de.statista.com/statistik/daten/studie/182213/umfrage/ wohnheim-plaetze-fuer-studenten-in-deutschen-staedten, www.meinprof.de/unis/rheinland-pfalz/uni-koblenz-landau/portrait)
15/11/2012

Luftschlösser und Sanatorien


 
Nicht aus jedem Projekt wird was! Das heißt aber nicht, dass sich die Arbeit für
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nicht gelohnt hätte. Dies ist kein Resümee von hoher „economic-correctness“ aber ein Bekenntnis aus gemachten Erfahrungen. Unsere Auftraggeber sind vorwiegend öffentliche Institutionen. Wenn es für
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zu einer Beauftragung durch einen öffentlichen Auftraggeber kommt – und hier ist unsere Trefferquote hoch – dann läuft die Arbeit bis zum Projektabschluss meist sehr stressarm. Private Auftraggeber hingegen können sich hochspekulativ im Markt bewegen und brauchen die Architektenleistungen zur eigenen Geschäfts-anbahnung. Da muss der angefragte Architekt /Planer selbst entscheiden, ob er ein unternehmerisches Risiko mit trägt – denn der Projektstart geht in diesen Fällen ohne
Vertragsgrundlage und ohne garantiertes Honorar los. Ein Suchtzentrum für arabische Patienten an einem See in Brandenburg? Das klingt schon einmal etwas bizarr. Das Nutzerbedarfsprogramm wurde auf der Annahme aufgebaut, dass die Berliner Flughäfen nicht weit sind, das Klima für die Zwecke ideal und die städtebauliche Struktur eines ziemlich maroden ehemaligen  Erholungsortes aus dem frühen 20. Jahrhundert nicht ungeeignet erschienen. Also GO! für
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.
 
Sprung ins Heute: Es ist einige Zeit seit der Erarbeitung unseres Masterplanes ins Land gegangen, der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) noch lange nicht fertig, die Suchtpatienten wahrscheinlich woanders geheilt und die Heimbauten aus der Zeit des 1. Weltkrieges wachsen weiter grün zu.
frankundfeil
denkt gern an die Planungen zurück, die Wanderungen am See entlang und durch die verfallenen Bauwerke. Das war alles sehr „emotional“. Sehenswert auf YouTube: Hohenlychen – das Geister Sanatorium!
16/11/2012